Waldbilder von Gerhard Schuster

Hochwertige Edeltrüffel für die Küche kommen nicht nur in Italien oder Frankreich sondern bis nach Skandinavien vor.

Die Burgunder Trüffel reift von Dezember bis Februar knapp unter der Erdoberfläche bei Eichen, Rotbuchen, Hainbuchen, Linden, Haselnuss und Schwarzdorn. Um sie zu finden, werden seit Jahrhunderten zumeist speziell trainierte Trüffelhunde der Rasse Lagotto Romagnolo eingesetzt. Da diese Hunde und die für sie angebotenen Trainigskurse immer beliebter werden, nehmen die Trüffelfunde in Mitteleuropa drastisch zu.

Genetisch entspricht die Burgunder Trüffel der Sommertrüffel, Tuber aestivum, die von August bis Oktober reift und von Trüffelliebhabern als weniger aromatisch eingestuft wird.

Es zeichnet sich ab, dass die Sommertrüffel zumindest auf kalkigem Untergrund eine überraschend häufige Pilzart ist. Der Gesetzgeber hat alle Trüffelarten in Deutschland unter besonderen Schutz gestellt. Einige Trüffelliebhaber wünschen sich für die Zukunft die Vergabe von Lizenzen zur umsichtigen und schonenden Trüffelsuche in Deutschland. Dann dürfte auch der immens hohe Preis von bis zu 0,96 € pro Gramm Burgunder Trüffel fallen. Es sind zudem bereits die ersten landwirtschaftlichen Truffièren im Leinebergland mit speziell beimpften Trüffelbäumchen bepflanzt worden. Wieviel Ertrag sie bringen, bleibt abzuwarten.

 

Es überrascht viele, dass Gebiete Deutschlands, insbesondere Südniedersachsen und Nordhessen im vorletzten Jahrhundert Hochburgen der Trüffelsuche und der Trüffelforschung waren. Bis in die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden sogar Trüffel exportiert. In den dreißiger Jahren verschwand das Thema deutsche Trüffel in kurzer Zeit nahezu vollständig.

Nach den weißen Alba Trüffeln und den schwarzen Perigord Trüffeln gelten die Burgunder Trüffel bei Feinschmeckern als dritt beliebteste Speisetrüffel. Sie werden aufgrund der Haselnussnote ihres Aromas geschätzt.

 

Trüffelfotos

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